Bildung
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Bildung bestimmt in modernen Gesellschaften über den Zugang zu Erwerbsarbeit und sozialer Integration, auch wenn sich die Koppelung von Bildung an bestimmte Berufe immer mehr auflöst. Vor allem diejenigen mit niedrigeren Bildungsabschlüssen sind im Wettbewerb um knappe Arbeit benachteiligt und von Ausgrenzung bedroht. Gleichzeitig reicht formale Bildung in Schule und Ausbildung immer weniger aus und muss durch lebenslanges Lernen - auch informeller und non-formaler Art - ergänzt werden. Auf der Forschungsebene interessiert uns, wie Subjekte ihre Bildungsbiographien über formale, non-formale und informelle Bildungsprozesse hinweg reflektieren und Bildungsentscheidungen treffen. In internationaler Perspektive ist von besonderem Interesse, inwieweit Benachteiligung durch selektive Bildungsstrukturen hervorgebracht wird, ob Maßnahmen gegen Bildungsarmut eher auf die Kompensation individueller Bildungsdefizite oder auf flexible Zugänge und Unterstützung im regulären Bildungssystem zielen, und inwieweit sie non-formale und informelle Bildung anerkennen. Auf der Praxisebene gilt unser Interesse der Entwicklung von ganzheitlichen Bildungsansätzen - etwa in der Kooperation zwischen Schule und Jugendhilfe oder Jugendarbeit und Berufsbildung-, die nicht stigmatisieren, sondern die Lernenden durch flexible Unterstützung zur Erschließung ihres Potenzials motivieren. Bildung und Lernen sind zwei wichtige Themen, die sich durch alle Felder der Arbeit von IRIS ziehen. 

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