Migration und Integration
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Migration wird entweder als Ursache kultureller Vielfalt begrüßt oder - häufiger - kritisch als Ursache von Überfremdung und Desintegration betrachtet. Beide Sichtweisen konzentrieren sich auf die kulturelle Ebene und vernachlässigen die sozialen Lebenslagen, mit deren Bewältigung Jugendliche und Erwachsene mit Migrationshintergrund konfrontiert sind, ob sie als GastarbeiterInnen, SpätaussiedlerInnen oder Flüchtlinge eingewandert oder als deren Kinder hier geboren sind. Auf der Forschungsebene untersuchen wir Integrationsprozesse und Bewältigungsstrategien von Menschen mit Migrationshintergrund und die Rolle des Verhältnisses von Selbst- und Fremdzuschreibungen als Fremde dabei. Wir fragen nach den informellen Kompetenzen Jugendlicher mit Migrationshintergrund - jenseits ihrer oft als defizitär eingestuften formalen Bildungskarrieren. Auf der Praxisebene sind wir an der Entwicklung von Ansätzen interkultureller Pädagogik bzw. der interkulturellen Öffnung von Institutionen beteiligt. Integration schließt dabei erstens die Anerkennung kultureller Differenz ein, begreift interkulturelles Lernen zweitens als Herausforderung für Zugewanderte und Einheimische und erfordert drittens auch Aufmerksamkeit für Aspekte sozialer Ungleichheit sowie von Rassismus und Diskriminierung, mit denen Migration in der Regel verknüpft ist und die Integration - unabhängig von kultureller Differenz - erschweren.

 

  • Praxiswerkstatt Prävention durch Partizipation

    Wissenschaftliche Begleitung des Projektes "Praxiswerkstatt Prävention durch Partizipation" der Lichtstube e. V. in Hechingen (Bundesprogramm "Vielfalt tut gut. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie")

    Laufzeit: 2008-2009

  • UP2YOUTH - Übergänge von Jugendlichen mit Migrationshintergrund

    Thematisches Netzwerk zu den Themen Junge Eltern, Partizipation und Übergänge in die Arbeit von Jugendlichen mit Migrationshintergrund; finanziert aus dem 6. Rahmenforschungsprogramm der EU.

    Laufzeit: 2006-2009. Siehe Internet Portal "Youth - Actor of Social Change (UP2YOUTH)"

  • ZIP-EQUAL

    Projekt zur Identifizierung und Entwicklung interkultureller Potentiale bei Mitarbeiter/innen, Personalverantwortlichen und Organisationen aus dem Bereich öffentliche Einrichtungen sowie kleinere und mittlere Unternehmen. Neben der Qualifizierung von Entscheidungsträgern und Multiplikatoren/innen im Umgang mit interkulturellen Dimensionen steht die Entwicklung eines Cultural Diversity Audit-Verfahrens im Mittelpunkt.

    Koordiniert wird das Projekt von BBQ Stuttgart; finanziert aus dem EQUAL-Programm der EU.

    Laufzeit: 2006-2007

  • QIB - Qualitative Indikatoren in Bildungskonzepten

    Praxisforschungsprojekt zu den Grundlagen interkultureller Bildungsansätze für jugendliche Migrant/inn/en am Übergang in den Beruf.

    Laufzeit: 2004-2006 

  • Projekte zum Thema Migration vor 2000
    Archiv
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