Aus sozialwissenschaftlicher und sozialpolitischer Perspektive zeigt sich der Wandel der Arbeitsgesellschaft vor allem an ihren Rändern, wie etwa beim Berufseinstieg nach der Schule oder beim Wiedereinstieg nach Familienphase oder Arbeitslosigkeit. Die Perspektive ‚Übergänge' konzentriert sich dabei auf die Biographien der Subjekte. Diese werden immer mehr mit den Anforderungen ungewisser und entstandardisierter Lebensläufe konfrontiert, je länger und häufiger, komplexer und schwieriger Übergänge werden. Dies hat nicht nur arbeitsmarktpolitische, sondern auch jugend-, bildungs- und sozialpolitische Konsequenzen. Auf der Forschungsebene geht es erstens um die Rekonstruktion dieser Übergänge. Zweitens interessiert dabei, wie das Verhältnis zwischen sozialer Struktur und individuellem Handeln das Gelingen oder Scheitern von Übergängen bestimmt. Drittens - hier ist der internationale Vergleich besonders wichtig - wird nach Unterstützungsformen gefragt, die geeignet sind, Subjekten die Bewältigung und Gestaltung dieser Übergänge zu erleichtern. Auf der Ebene der Praxisentwicklung geht es darum, Akteure des Übergangssystems, z.B. Träger der Jugendberufshilfe, bei der Modernisierung ihrer Angebote zu unterstützen. |
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Übergänge in die Arbeit
