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YOYO-Projektbeschreibung

Geschrieben von AP am in Jugendpolitik und Partizipation (YOYO), YOYO - Jugendpolitik und Partizipation

YOYO LogoYOYO – Jugendpolitik und Partizipation

Das Projekt “Jugendpolitik und Partizipation. Potenziale von Partizipation und informellem Lernen für die Übergänge junger Menschen in den Arbeitsmarkt. Eine vergleichende Studie in zehn europäischen Regionen” (YOYO) wurde durchgeführt von EGRIS (European Group for Integrated Social Research), koordiniert durch IRIS e.V. (Institut für regionale Innovation und Sozialforschung) Tübingen und finanziert aus dem 5. Rahmenforschungsprogramm der Europäischen Kommission.
In diesem europäischen Forschungsprojekt, das in 10 Partnerregionen gleichzeitig durchgeführt wurde, ging es darum, die Potentiale von Partizipation und informellem Lernen für die beruflichen Übergänge junger Frauen und Männer auszuloten.

Dabei wurde von einem aktiven Partizipationsbegriff ausgegangen: Partizipation ist mehr als formale Beteiligung von Jugendlichen, sondern meint deren aktives Mitgestalten und Handeln.

Dies wird besonders wichtig in Fragen des beruflichen Übergangs, wo junge Frauen und Männer eben oft nicht die Erfahrung machen, aktiv ihren Weg gestalten zu können. Sie verlieren somit leicht jede Motivation, mit öffentlichen Maßnahmen und Institutionen in Kontakt zu treten. Dies betrifft gerade diejenigen, die aufgrund niedriger Abschlüsse und begrenzter Wahlmöglichkeiten gerade auf Übergangshilfen angewiesen wären.

Untersuchungsansatz

Das Projekt war als zwei-phasiges Handlungsforschungsprojekt konzipiert:

  1. Zuerst wurden die Erfahrungen, Ansprüche und Orientierungen von sogenannten de-motivierten Jugendlichen mit riskanten Übergängen verglichen mit solchen, die eigenständig und zum Teil hochmotiviert ihre Übergänge gestalten können und dabei auch informelle Lernerfahrungen produktiv einzusetzen wissen. Dieser Vergleich sollte einige Voraussetzungen klären, die für partizipative Übergänge und motivierte Lernbiographien nötig sind.
  2. Dann wurden Fallstudien zu lokalen jugendpolitischen Ansätzen im Übergang Schule – Beruf durchgeführt, die aktive Partizipation der TeilnehmerInnen ermöglichen und Eigenmotivation fördern. Je Land wurden 3 solcher Fallstudien durchgeführt (in Deutschland 4 – je 2 im Westen und im Osten), das heißt entsprechende Praxisprojekte/Politikansätze wurden über einen Zeitraum von etwa eineinhalb Jahren evaluiert.

In einer anschließenden vergleichenden Analyse der Fallstudien aus den zehn Regionen wurden jeweils unterschiedliche Verständnisse von Partizipation sowie notwendige Bedingungen und erfolgreiche Praxismethoden für ‘gelingende Partizipation’ ermittelt. Ergebnis des internationalen Vergleichs sind gemeinsame politische Empfehlungen sowie ein Fortbildungsprogramm für JugendarbeiterInnen, die auf der lokalen Ebene partizipatorische Übergangshilfen umsetzen wollen.

Arbeitsprogramm

  • Erstellung von Länderberichten zur Struktur von Übergangssystem und Jugendpolitik und zu aktuellen Partizipationsdiskursen (ab Sommer 2001)
  • Interviews mit de-motivierten jungen Frauen und Männern mit riskanten Übergängen und mit einer Vergleichsgruppe mit selbstbestimmten (informellen) Übergängen zu Erfahrungen und Motivationen im Übergang in die Arbeit (ab Herbst 2001)
  • Fallstudien zu partizipatorischen Übergangshilfen (März 2002 – Juni 2003):
  • Dokumentenanalyse der Selbstdarstellungen der Projekte/Politikansätze (ab März 2002),
  • ExpertInneninterviews mit Projektverantwortlichen bzw. -mitarbeiterInnen und mit externen ExpertInnen (ab März 2002),
  • eine Video-Dokumentation mit/durch junge TeilnehmerInnen aus einem der untersuchten Projekte zum Thema: “Im Übergang” (ab Juli 2002),
  • Gruppeninterviews mit jugendlichen TeilnehmerInnen (ab Oktober 2002),
  • lokale Workshops am Ende der Fallstudien, auf denen einige Projektergebnisse mit Jugendlichen, den Projektverantwortlichen und lokalen PolitikerInnen diskutiert werden sollen (April 2003).
  • Vergleichende Analyse (ab Juli 2003)
  • Entwicklung eines Fortbildungsprogramms für Jugend(sozial)arbeiterInnen zu partizipatorischen Übergangshilfen auf lokaler Ebene (ab Oktober 2003)

Partnerorganisationen von IRIS im Projekt “Youth Policy and Participation”

  • Deutsches Jugendinstitut München (D)
  • AREA, Asociacion Regional y Europea de Analisis, Valencia (E)
  • Universität Leiden (NL)
  • Nationales Institut für Jugendforschung, Bukarest (ROM)
  • Universität Kopenhagen (DK)
  • Institut für Sozialwissenschaft Lissabon (PT)
  • Universität Ulster (GB)
  • Universität Cork (IRL)
  • Universität Bologna (I)
  • Technische Universität Dresden (D)

Aktuelle Ergebnisse aus dem Projekt wurden fortlaufend als Arbeitspapiere veröffentlicht und können aus dem Downloadbereich heruntergeladen werden. Das Buch mit den Ergebnissen des Projekts erschien im Frühjahr 2006 beim Verlag Peter Lang. Eine ausführliche Liste mit Publikationen und Downloads aus dem Projekt finden Sie in einem separaten Artikel “YOYO-Veröffentlichungen“.

AnsprechpartnerInnen bei IRIS: Axel Pohl, Barbara Stauber, Andreas Walther

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Neue Telefonnummern

Bitte beachten: Seit 20.10.15 gelten neue Telefonnummern für das Tübinger Büro. Telefon +49 (0)7071/79559-20, Fax -19
Institut für regionale Innovation und Sozialforschung - IRIS e.V. Fürststr. 3 D-72072 Tübingen Tel. +49 7071 79559-20 Fax +49 7071 79559-19 E-Mail iris.tue@iris-egris.de